Die Rosse am Rheinfall
Die Rosse am Rheinfall
Wer in einer Freitagnacht vor den Schaumstrudeln des Schaffhauser Rheinfalles steht - aber mondhell muss es sein - der sieht darin die Mähnen riesenhafter weisser Rosse flattern, die zwischen den Kalkriffen aus der Flut sich emporbäumen und dann mit den Wirbeln um die Wette den Sturz hinunterjagen.
Da steigen, so sagt man, die Pferde wieder aus der Flut, welche die Alemannen auf ihrem Zuge von der Mündung der Elbe nach den Quellen des Rheins dem Stromgott hier geopfert haben. Wie in den Schaffhauser Zeitbüchern zu lesen ist, sind vor nicht gar langen Jahren bei niedrigem Wassergang noch ihre Hufeisen zwischen den Felsritzen gefunden worden.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Winterthur und Weinland
Nach Büchli 2, S. 91. Weitere Quellen: Reithard S. 337; Kohlrusch, S. 341; Eidgenössischer Nationalkalender für das Schweizervolk, Aarau 1866, S 36; Frauenfelder, Sagen und Legenden aus dem Kanton Schaffhausen, S. 98
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.