Das Heidemannli in Ryken
Einmal traf ein Heidemannli einen Bauern an, der mit seinen Feldarbeiten noch weit hinterdrein war. «Gang nume, liebe Gvatter!» sprach der Wicht zu ihm, «und säih hüt Rüebsome, s Zeichen isch guet, es wird scho öppis ge!» Der Bauer kannte das Mannli gar wohl, ging schnell heim und besäte einen grossen Acker mit Rübsamen. Es war schon spät im Herbst. Und alle Leute lachten ihn aus; denn es war nur noch fünf Wochen Zeit für Feld- und Wieswachs. Aber der Samen kam, und dem Bauer wuchsen noch die schönsten Rüben weit und breit.
Aus: C. Englert Faye, Von kleinen Leuten. 102 Zwergensagen, Feen und Fänggengeschichten aus der Schweiz, Bern 1937.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch