D Fenki as Magd
Zum Hanskasper im Maiasäss kunnt amol amen Obed a Fenki, d Jochrumpla vom Berg, und bitted und betlet, er möcht sie as Magd in Dienst neh, wyl sie daheim nümma blyba könni: sie hei Kyb und Kritz mit dem Ma. A prechtigi Maigga seis gsi, dia Jochrumpla, hoorig zwor über und über am ganza Lyb, aber gliederig und stark wia an Ris. Der Hanskasper stellt sie a as Magd, und drei Johr het sie bei em dianet, treu und redli, was ma ka säga. Willig und bereit und aller Buranarbet kündig sei sie gsi, zTrutz a jedara i der Gmeind.
Ama schöna Tag, wos am Tisch sitzen beim Essa, kunnts zum Fenster ga klopfa und ga rüefa: «D Jochrumpla soll heim ko, der Muggastutz sei gstorba!» DMagd sitzt mit am Tisch und loset und fot druf a zlacha und springt uf und dervo, und weder Staub noch Flaub ist vo der Fenki meh zseha gsi.
Aus: C. Englert Faye, Von kleinen Leuten. 102 Zwergensagen, Feen und Fänggengeschichten aus der Schweiz, Bern 1937.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch