A bsundara Loh
Es het amol a Magd im a Korenacker gjättet und wia si so der Wüest zwüschet da grüena Hälemli usrysst, kunnt a glaraugnati tickbuhigi Krotta zua-n-ara häregwadlet. D'Jäteri gruset si ab dem leida Tier und stupft's furt und seit: «Gang, ich will der go pflega ko, wenn d' in d's Bett kunnst», und druf ist d'Krotta dur' dan Acker wyter ghupft.
A Wuche-n-oder zwo nohär kunnt denn a Fenk zur Magd in d's Hus und seit: «Gelt, du weischt noch, was seib mol im Korenacker zue-n-ara Krotta gseit hest: «Gang, ich will der go pflega ko, wenn i d's Bett kunnst. Du muescht wüssa, diaselb Krotta-n-ist my Wybli gsi, und jetz isch's denn so wyt, jetz brucht's grad a Pflegeri, es ist in d's Bett ko, und der Santiklaus het-am a prächtigs Büebli brocht.» So seit der Fenk zur Magd, rysst sie bym Tschopa-n-ärmel, schleipft sie z'weg, und sie muess bygotts mit, 's sei ara lieb oder leid.
Dur grusig Töbel und Wälder füert sie der Fenk bis zuen-ara grossa Höli, und das ist ds Fenka Hus gsi. D'Magd schickt si dry, was het sie au sus sölla tua, foht a pflega, und pflegt a par Wucha; het's derbei wyters nit schlecht, het z'essa-n-und z'trinka, wia-n-a Gröfi. Wia d'Pflegeta-n-um ist, git ara d'Fenki a par Kohla in d'Schoss: «Se, do hest au eppas für d's Pflega.» D'Magd denkt: «Nu, Kohla hett-i daheimet au», verbysst aber de Zora-n-und goht mit da Kohla i der Schoss wyter.
Wia sie a Stückli vom Fenkahus gsi ist, luaget sie zruck, ob-ara d'Fenki nit eppa noha luagi, und wia sie niemet g'sieht, würft sie d'Kohla gauflawys furt; aber d'Fenki güggelet heimli bym-a Löchli ussa, luaget-ara zua und rüeft: «Wia meh ass-da verzetterist, um so minder host!» Uf des bhaltet d'Magd noch drei Kohla in der Schoss und treit sie heimetzua. Wia sie daheimet über ds Läubli uffigoht, merkt sie neisa n-eppas klingla, und wia sie in d'Schoss yhi luaget, sind für d'Kohla drei roti Goldklümpli dry. Do goht sie fryli weidli wider zruck go die verworfna Kohla sueha, findt aber keini meh.
Aus: C. Englert-Faye: Schweizer Märchen, Sagen und Fenggengeschichten, Basel 1984
H. R. Niederhäuser (Hrsg.)
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch