Mutabor Märchenstiftung

Fachwissen, Kompetenz, kulturelle Vielfalt

 

 

s Meri vom Fygesack

Land: Schweiz
Kanton: Solothurn
Kategorie: Zaubermärchen

En Chönig het einisch - es isch zwor scho e chlei lang her sider - in sym ganze Rych lo verchünde: wenn ihm eine-n-an der Wiehnecht chönn grüeni Fyge bringe, so geb er ihm sys einzig Töchterli zur Frau. Das het eme mänge junge Burscht im Land umenander es wässrigs Mui gmacht; so ne rychi schöni Prinzässi gwinnt me nit ab jederem Grüenhag. 

’s isch au ne muntere, aschicklige Dorfchnab, der eltscht vo drei Brüedere, d’Lust acho, 's Chönigs Tochterma z’wärde. Aber die grüene Fyge! - Do chunnt em z’Sinn, wyt hinderem Wald überem Bärg in der Wildi syg en Waldbrueder. Dä isch scho alt gsi, so alt, er het afe sälber nümme gwüsst wie alt, und drygluegt het er wie ne Todteschädel, alt und möltsch, me hätt’ chönne glaube der Chopf syg em usem Holz vo der Arche Noä gschnätzlet worde - und mit Bätte-n-und Finkeflächte het er welle der Himmel verdiene; s’isch wohr, bättet het er, bis ihm d’Zäng gnappet hei. «I bi alt», het er albe gseit, «und cha nümme vil nütze-n-uf der Wält, cha fascht nüt meh Guets tue as bätte. Das will ig aber au no, so lang i mag gschnufe und denn wird mer der Himmel gwüss emol offe stah; es brucht no gar vil Ängel, bis die wider ersetzt si, wo der Sant Michel einisch drus gjagt het.» Näbezue het euse Waldbrueder d’Gärtnerei tribe, haudentisch, und allerhand bikannti und unbikannti Chrüter und Gmüeser erzoge uf sym Pflanzplätz vor der Chlause. Aber nei au, eso cha’s goh, wemme-n-einisch afoht alti Gschichte-n-erzelle, so wird me nümme fertig. Jo, was han-i welle säge? Jo, i sym Gärtli isch au en Fygebaum gstande, wo’s ganz Johr dur Früchte treit het.

Item, zue sällem Waldbrueder isch euse Burscht do gange und cha ämel es ganzes Reisseckli voll Fyge-n-übercho und goht gradeswägs dermit uf’s Chönigsschloss. Der Wäg füehrt ihn dur ne grosse Wald. Do bigegnet er unverhofft bymene Brünneli ame steialte Wybli mit eme brune Gloggetschöpli und churze grigete Jüppli. Das Wybli frogt: «Wohi so gnoti? Und mit Verlaub z’froge, was hesch au i dem Seckli?» Der Jung isch chly meischterlos gsi, het dänkt, das gang das Trüechtli nüt a und schnarzt: «Goh tue-n-i go Tripstrüll und ha tue-n-i im Seckli ne Chuedräck!» Druf seit’s Wybli: «Guet, und rächt, so sell’s Chuedräck sy und blybe!» und isch eismols wider verschwunde, wie’s cho isch. Der Chnab het das nüt gachtet; er het drum der Chopf ame-n-andere-n-Ort gha, und chunt zue’s Chönigs Palascht und seit zum Portner, er bring do die Fyge, wo me’s Chönigs Töchterli dermit chönn verdiene, er sell ihn go amälde. Derwyl zieht er d’Hemlibluse us ihrem Verbärgisegge füre, het der Hoorstil sänkrächt und fummlet e chly mit sym Lumpe-n-über d’Schuehringge. - Sy Burechittel het er deheime glo gha und e neue veieliblaue Chlopfer mit gälbe Chnöpfe-n-agleit und isch derno ne staatsschöne Burscht gsi. Und jetz het er schier nit möge gwarte, bis er het dörfe sy Chrom vor em Chönig uspacke. Aber do isch halt’s Seckli volle Chuedräck gsi - und, potz Wätter wille! wie het der Chönig do nes paar Auge gmacht! «Wart du Pflegel, dir will i Respäkt lehre!» schnauzt er und het de Bueb lo i Chäller sperre.

Paar Tag spöter denkt der Ätti, sy Bueb chönnt jetz de gly einisch z rugg sy, und vernimmt do, si heige-ne-n-im Schloss nümme-n-use glo. Druf seit er zum noheltschte: «Los, gang und hol au nes Seckli volle Fyge und bring’s em Chönig, und lueg, wo-n-euse Grosse blybt.» Dä Chnab leit si Sunntig a und kallet los und goht au zum sälle Waldbrueder, go nes Seckli mit Fyge reiche. Und im Wald by däm Brünneli lauft ihm au sälb alt Wybli a und fragt ne, was er i sym Seckli heig. «E, was anders ächt as Rosschugeli!» seit er usöd. «Guet und rächt, so selle’s Rosschugeli sy und blybe», seit’s Wybli, und isch verschwunde. Wo do der Bueb zum Schloss chunnt und er vor em Chönig sy Seckli ufe Tisch usleert, do sy halt Rosschugeli für Fyge füre cho. Und er wird zur Strof im Chäller dunde bym Brüeder yquartiert.

Noch eme Chehrli, wo do der ander Bueb au usblybt, seit der Ätti zum jüngschte: «Los, jetz muesch halt du au no z’wäg mit Fyge und ga nocheluege, wo dyni Brüeder sy; es will schynt’s keine vo’ne meh z’ruggcho.» Der Chly syg so nes bitzli ne Tscholi gsi, hei die an- dere gmeint, aber das isch nume gsi; wil er erzbrav isch gsi und so unschuldig wie ne früschgschlagne Halbbatze, dienschtber gege rych und arm, und d’Ehrligkeit het ihm zue den Auge-n-und de Knopflöcher usgluegt. Er loht si nit lang heisse und macht si, wie-n- er tstoht und goht, ufe Wäg zum Waldbrueder go ge Fyge reiche und het dere-n-übercho. Er isch do au in dä gross Wald cho, und bym sälle Brünneli ebchunt ihm das alt Mueterli und fragt ne: «Wohi so gnoti? Und mit Verlaub z’froge, was treisch au do i dym Bünteli?» «Goh tue-n-ig an Hof und ha tue-n-ig i mym Seckli grüeni Fyge dem Chönig zum Chrom für sys Töchterli», seit der Bueb. «Guet und rächt, so selle's grüeni Fyge sy und blybe!» seit’s Wybli druf und  wil d’ufrichtig gsi bisch, so verehre-n-ig dir do no nes Hippi. Verlür’s nit, me cha nit wüsse, viellicht cha’s der später einisch no vol cho.» Seit’s und isch verschwunde.

Der Dursli chunnt zum Chönig und schüttet syni schöne grüene Fyge vorem ufe Tisch use, ass alli, wo’s gseh hei, ume so guenet hei, und het ahghalte, si selle-n-ihm jetz doch au das Chönigstöchterli zeige, wo-n-er zur Frau sett übercho für syni Fyge. «Jo fryli, jo, das wei mir dir scho z’Gfalle tue», seit der Chönig, «aber, aber, überdas, Junge, gäb du’s überchunsch, muesch mer überdas no nes Meischterstück mache! Dunde-n-im Höfli ha-n-ig hundert Hase mit dene muesch mer drei Tag anenandere i Wald use z’Weid fahre. Aber gwahr di, ass mer si z’obe-n-all ufs Düpfi wider z’ruggbringsch! Überdas, süst macht me di ume Chopf chürzer, überdas!»- Jä, Donnerschiess! Mänge würd hütigestags nit wüsse, sell er jo oder nei säge, wemme wett däwäg mit em akkidiere. Aber euse Dursli het buechstäblige der Chopf dragsetzt, denn imene Hölder isch halt bös öppis usrede, bsunders wenn er nit nohgit - die well er und kei anderi, und seit: «I fahre z’Weid, und wenn’s mer’s Läbe choscht!»

Am Morge früe trybt der Dursli sy Härd us und chunnt afangs im Wald zumene im Wald zumene Bäramslenäscht. Do befihlt er syne Hase, si selle Sorg ha und usse dra durlaufe, ass si d’Bäramsle nit vertrampe. Das het der Ambeisechönig gfreut, er danket im Dursli und seit: «Wil de mys Völchli so achtisch und Sorg hesch zuenem, so wei mer der au dankbar si derfür. Wink nume, wenn d’is emol bruchsch!» Wie do aber d`Hase gmerkt hei, si syge jetz uf ihrer Weid, isch eine hüscht, der ander hott use, und scho her me keine meh gseh.

Der Hirt aber het der ganz Tag allewyle müesse-n-a d’Prinzässi dänke, a d`Hase het er nümme dänkt, bis d`Schatte-n afe lang und lenger worde sy und d`Sunne-n- abe-n- isch. Jetz, wo-n-er sett heifahre mit syner Herd und niene kei Schwanz ume-n- isch, sei er zue-n-ihm sälber:

« Eh, ha-n-ig nit mys Hippe im Sack!», nimmt`s a`s Mul und blost druf. Do chöme bygopplige vo-n-alle Syte d`Hase z`fahre, grad a`s wär der Hund hinder ne här. Und der Durs trybt se hei, alli hundert schön bynenand wie nes Trüppli Schöf.

Der Chönig isch grad am Feischter gstande-n-und gseht der Bueb mit de Hase-n-em Schloss zue cho. «Schiess mi der Schnägg!» futteret er, «dä Donners Chätzer cha schynt’s meh weder Milch trinke-n-und Brot ässe! Aber überdas, i will doch luege.» Und er het alli zellt, und zeigt mit em Finger und zellt, aber der Tusig! - wie-n- er’s au astellt: alli hundert si schön bynenand und keis Hörli het gfählt. «Jä nu», het der Chönig dänkt, «überdas, morn isch au ne Tag.»

Der Durs trybt syni Hase-n-am andere Morge wider us. Derno schickt der Chönig heimlig sys Töchterli, d’Prinzässi sälber, si sell em mit Gäld und guete Worte go ne Has ablöckle. ’s wärd ihm dennwohl vergo, z’obe wider alli hundert zum Tor yztrybe. Das guldig Jümpferli chunnt in Wald und isch agleit gsi wie nes Buremeitli, und seit mit süesse Wörtli, si möcht em en Has abchaufe, er heb dere jo meh as gueg, und het derzue glächlet wie nes Sunneschynli.

Aber der Dursli isch häller gsi, as me het möge meine, und het grad gly gmerkt, wer das Meitli syg. Nei, seit er, es syg em keine feil, nei, nit eine, aber so-n-ere schöne Jumpfere well er glych eine ge wenn si ihm es Schmützli derfür gäb oder zweu. 's Chönigstöchterli het do zwor gfunde, das syg en höche Prys für ne Has, ime frömde Ma nes Müntschi gä, nei das well si nit. Aber was tue? ne Has muess si ha - und dä Joggel kenn si jo nit, und’s syg im Wald und niemer g`sächs. Und überdas syg’s besser, si gäb em jetz es Schmutz, weder ass si ne müess hürote. Und so git si-n-ihm halt gschwind es Schmützli - und lueget, do het ere dä Kärli scho vil besser gfalle. Derno pfyft der Durs svne Hase und lot d’Prinzässi eine-n-usläse, wele-n-ass si well, und tuet en ere in ihres Chörbli yne. Und das Jümpferli trippelet difig dure Wald us. Der Durs luegt ere no, und wie-n-er se gseht am Waldrand vore-n-uf d’Matte-n-use laufe, pfyft’s und der Has juckt zum Zeindli us und staubvombode zur Härd z’rugg. D Prinzässi het sich do schier nit traut em Vatter z’verzelle, wie-n-ere s gange-n- isch. Dä cholderet und schnarzt: «Wer tuet au ne Has ines Zeindli, du Tüpfi! Und überdas, i gseh’s scho, i muess halt sälber goh. Dir Wybervölcher mached gäng alles lätz, was es au isch, überdas.» Und z’obe-n-isch der Chönig de gar nit z’fride gsi, wo der Hirt wider alli hundert Hase heibringt und’s fählt kei Schwanz. «Wart du nur, morn», het er dänkt, «dir will i scho der Meischter zeige, du Pflegel, und der verleide, um e Chönigstochter z’wärbe. Und überdas, es muess goh, wie-n-ig will!»

Am andere Tag isch der Chönig sälber as Jeger verchleideti i Wald use gange, mit eme Gwehrli ufem Rugge und eme Weidsack a der Syte, und het by däm Hirt derglyche to, er schäm si, as Jeger ohni Has vo der Jagd hei z’cho, es syg hüt wie verbannisiert: der Wald grodli vo Hase, und doch chönn me keine schiesse - ass er nut tröffe hätt’, das het er verschwige. - Der Hirt sell doch so guet si und ihn eine z’chaufe gä, choscht er, was er well.

«Jo, potztusig! do heimer der Chönig sälber, aber ohni Chrone», het der Dursli dänkt, «wart, dir will i heigyge, und überdas, däismol muess’s goh, wie-n-ig will» «Ja», seit er druf, «verchaufe tue-n-i e keine, aber gseht Er dä Esel dört unde-n-am Bärgli?» «Jo fryli gsehn’en, das isch euse-n-Esel!» seit der Chönig und het si schier verschnäpft. «Weisch was», seit| druf der Durs, «i will der e Has vergäbes gä, wenn de sälle-n Esel underem Schwanz chüssisch.» Was het der Chönig welle mache? En Has het er welle - und syg’s em sur oder süess, er isch a d’Arbet gange und het sys eige Volch usgspottet und au en Esel a d’Spitzi gstellt, und isch derno richtig mit eme Has und zweu lange-n-Ohre- n-abzoge. Der Has het er vorher in d’Buese-n-ye to und der Chittel guet zueknöpft. Der Durs luegt ihm noh, bis er ne gseht d’Stäge zum Schloss ufegoh. Do nimmt er sys Hippi as Mul und pfyft. Der Has gumpet em Chönig zur Buese-n-us und sprängt em no alli Chnöpf am Tschope-n-ab und was gisch, was hesch zur Härd z’rugg. «Gsehsch jetz Ätti, wie isch mir’s ergange?» seit do d’Prinzässi, wo der Chönig rot wie ne wälsche Güggel ohni Has dur’s Tor chunnt go z’trappe.

Z’Obe, wo der Hirt hei chunt und dänkt, so jetz heb er sy Tagwärch ab, seit der Chönig: «So, Junge, jetz muesch mer überdas morn no ne’s anders Meischterstück mache, eb und bevor de mys Töchterli überchunsch. Ufem Eschtrich obe-n-isch e Hufe Frucht, by zweuhundert Säcke, und alls überdas underenander: Chorn, Rogge, Gärschte, Haber. Rod di! Wenn d’bis morn z’obe nit alli Sorte bsünderet hesch, so chunsch ume Chopf!» Das isch de zwor gege d’Abred gsi. Aber was mache? Mit grosse Herre-n-isch nit guet dischpetiere; si hei gäng rächt und überchömme gäng rächt, denn Gwalt goht vor Rächt. Der Dursli goht use-n-in Wald und het gmeint, jetz syg’s us mit ihm. Do bchunnt em uf eismol der Bäramslechönig und fragt ne, worum er au eso allei im Wald umestrieli. Der Durs chlagt em sy Not: «Guete Fründ», seit er, «lueg, i bi bös i der Chlemmi, d’Sach stoht so und so.» «Jä so», seit druf der Ambeisechönig, «wenn’s wyter nüt isch, denn isch bald ghulfe. Los, i schicke dir mys Völchli ne Tag zum Gmeinwärche.» Und er isch sogar no sälber cho go ordiniere, der Bäramslechönig, und ufem Eschtrich het’s do der ganz Tag gwimslet und grodlet, gramslet und gchrüschlet i dem Fruchthuffe-n-ume, ass’s ne Freud isch gsi, zue z’luege. Wo der Chönig z’Obe-n-isch cho d’Nase-n-ye ha, für z’gseh, wie nes grosses Hüfli afe-n-erläse syg, isch alles in der Ornig gsi. «So, jetz chumm i aber d’Prinzässi zur Frau über!» seit der Dursli. «Nume nit gsprängt, du channsch mys Töchterli ha, überdas, wemmer e Sack voll Wohret channsch säge», git em der Chönig zur Antwort. «Guet», seit der Durs, «es blybt derby, wenn’s denn ume guetet.»

Do befielt der Chönig, e Sack z’mache - der chönnet ech sälber abschätze, wie gross er gsi isch: Siebenezwänzg Schnyder hei siebenezwänzg Tag lang dra z’näie gha, und keine het der ander möge gseh derby. Eine vo’s Chönigs Hundertschwyzere het ihn derno greicht, und wo-n-er ihn über d’Achsle schlingget, het’s so schröckli gchutet, ass die Schnyder alli hei müesse d’Nodle-n-i Bode stecke und sich am Fade ha, süscht hätt si der Wind wyt furttreit.

Jetz isch denn im Brüter sys letscht Meischterstuck agange: dä gruslig Sack mit Wohrheite z’fülle. Und das wird öppis welle heisse! Wie het er’s ächt agstellt? Jä, loset ume! - Er fot a zelle: «E Chönig het es Töchterli gha, es gar es hübsches und fyns. Isch das e Wehret?» - «Jo, ’s isch eini!» - «Also in Sack yne mitere!» befielt der Chnab und zellt wyter: «Wer das Töchterli well, het der Chönig lo säge, dä müess em grüeni Fyge bringe; do het eine Chuedräck brocht und der ander Rosschugeli und der dritt Fyge. Si das Wohrheite ?» - «Überdas, jo!» - «Also in Sack yne mit ne! - Dä mit dem Chuedräck und dä mit de Rosschugeli sy in Chäller gsperrt worde, und der dritt het müesse hundert Hase hüete. Sie das Wohrheite?» - «Bi nit dergege - überdas!» «Also in Sack yne mit ne! - Für en einzige Has het es Meiteli fyn und hübsch, es isch d’Prinzässi sälber gsi, däm Hirt es Schmützli gä. Isch das e Wohret?» - «Jo, jo, überdas, fahr wyter!» - «Also in Sack yne mitere! - Für en einzige Has het en Jeger, und de sälb Jeger isch der Chönig sälber gsi, mit Respäkt z’mälde, Herr Chönig, syn Esel undere Schwanz - -» - «nei, nei haalt, ’s isch gnueg, der Sack isch voll! - Und mys Töchterli isch vo hüt a dys ehelich Gspons. Überdas, wirsch de Freud a-n-ihm ha!»

Wem’s by der ganze Hischtorie-n-am leidschte gange-n-isch, das si die arme Schelme gsi, wo das Mooswybli agloge hei. Si sy derno fryli Brüeder vome Prinz gsi, aber si hei doch in ihrem ganze Läbe mängs hundertmol gseit:

«Hätt ig doch d’Fyge nit verleugnet,

hätt ig nur immer d’Wohret gredt,

Das alls hätt sich de nie ereignet,

Und ig läg jetz im Himmelbett!»

Aber ebe-n-eso goht’s: Der Hätti und der Wetti si vo altem zwei Schlirgene gsi und eister z’churz cho. Drum Chnabe, lüget nie nes Mooswybli a, süscht goht’s ech wie mir, oder no übler!

Die Gschicht het mer en alte Sagefieler verzellt und no bygsetzt, er heig am Hochzyt vo dere Prinzässi grad i der Nochberschaft vo dem Schloss gschaffet und syg derno au chly in d’Chuchi gange go guene. Do syg d’Hochzytere cho d’Bättler usejage und heig ihn mitere holzige Chelle as Bei troffe, denn syg’s au holzig worde. «Jä, lueg», het er no gseit, «i bi eister e grade Burscht gsi, bis is Bei däwäg verheit ha.»

Aus: C. Englert-Faye. Us der Gschichtetrucke. Ein Schweizer Volksbuch für Jung und Alt, Bern 1963. 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch