Des Sankt Gallus Ausgang
Da Sankt Gallus neunzig Jahre alt geworden, da ward er siech und starb seliglich. Und seine Seele fuhr zur Ewigkeit. Und da man ihn gegraben wollte, da war die Bahre mit dem Leichnam also schwer, dass man ihn nicht von der Stelle tragen noch bringen mochte. Also spannte man vier Rosse an einen Wagen, und die Menschen hoben die Bahre auf den Wagen. Und es führten ihn die Pferde, ohne dass wer sie zu leiten brauchte, zu seiner Zelle, denn er starb auf einem Berge. Da begrub man ihn in der Kirche, die er selber gemacht und gebaut hatte.
Aus: C. Englert-Faye. Us der Gschichtetrucke. Ein Schweizer Volksbuch für Jung und Alt, Bern 1963.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch