s ebig Eländ
Der lieb Heiland und der St. Peter sind einischt greiset und chömme-n-ufe-n-Obe-n-in es Dorf. Sie froge by alle ryche Hüsere, öb sie nid chönnte-n-übernacht blybe um der Gottswille; denn Geld heige sie keis. Aber nei währli, niene hed me ne welle Herberig gä. Zletscht chöme si z’usserst im Dorf zum e chlyne elände Hüsli, ’s Eländ het drin gwohnt. Der Heiland frogt`s au a und es seid: «Jo fryli, vo Härze gärn chönnet er do sy, weder i chann ech nur chliyni Hebbireli gä z`ässe, anders nüd, und Strau zum Ligge, i ha`s sälber nid besser.» Die bede sind grüsli müed gsy und ghungrig und nähnd`s a. Am Morge, wo si wieder furt wänd, danke si schön, und der Heiland seid, es heig das Wenig mit guetem Härze gä, zum Dank derfür chönn es e Wunsch tue. «He nu», seid`s Elend, «wenn der wänd so guet si, so machit, ass e jede, wo mer am Baum im Gärtli inne will Bire näh, nümme cha drab abe-n-oder dervo -n ewegg.»
Dä Wunsch hed im der Heiland do erfüllt.
Spöter einischt chund der Tod zum Eländ und wott’s mit em i d’Ebigkeit äne näh. Es seid: «Jo fryli will i cho, weder wänd er au eso guet si und mir uf dem Baum e par Bire goge hole, ass i öppis ha ufe Weg.» Der Tod ischt dienstfertig und gohd und rysst e paar Bire-n-ab, chann aber zletscht nümme-n-abem Baum abe, er mag zable, wie-n-er will. Er bittet 's Eländ, es sell en doch au los und abelo, er well’s de gwüss und eigeli i Rueh lo bis am jüngschte Tag. ’s Eländ willfahrt em, und drum blyt’s am Läbe bis am jüngschte Tag. Jo, und vil Lüt bchönnit’s guet.
Aus: C. Englert-Faye. Us der Gschichtetrucke. Ein Schweizer Volksbuch für Jung und Alt, Bern 1963.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch