Mutabor Märchenstiftung

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Ds Goldbrünneli

Land: Schweiz
Kanton: Graubünden
Region: Prättigau
Kategorie: Sage

Am nördlichen Abhang des Gotschnagrates bietet sich im Drostobel dem durstigen Wanderer eine kleine, klare Quelle an.

Dort mag auch mancher Hirtenbub um die Mittagszeit gegessen und ab und zu seinen Mund zur Stillung des Durstes unter der heissen Sonne dankbar an das frisch aus dem Bergesinnern fliessende Wasser gehalten haben.

Da diese Quelle seit Menschengedenken Goldbrünneli heisst, kam es einem einfachen Hirtenknaben aus Serneus eines Tages in den Sinn, der Quelle ein Krüglein unterzustellen und abzuwarten. Als er den Ort nach ein oder zwei Tagen wieder aufsuchte, glänzte ihm aus dem Krüglein tatsächlich Gold entgegen, etwa soviel wie Kaffeesatz! Die unbeschreibliche Freude des armen Hirtenbuben kann man sich gut vorstellen, und die Quelle hat ihm ihren Namen aufs Schönste bewiesen.

J. Vetsch. Ds Goldbrünneli. Eine Sagensammlung aus Klosters und Umgebung. Klosters 1982, © J. Vetsch

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch