Mutabor Märchenstiftung

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Der Schatz in der Kirche zu Klosters

Land: Schweiz
Kanton: Graubünden
Region: Prättigau
Kategorie: Sage

Seit jeher geht die Sage, in der Klosterser Kirche St, Jakob — in früheren Zeiten die Kapelle der hier ansässigen Benediktinermönche — liegen immer noch viel Geld und Schätze vergraben und versteckt.

Einmal wollten zwei angesehene Männer die Schätze heben. Sie waren eben am schönsten Graben, da erschien der Geist, der Hüter des Schatzes. Der sagte zu ihnen, sie müssten ihm ein ungetauftes Kindlein bringen, sonst bekämen sie den Schatz nie und nimmer zu Gesicht.

Der eine der Männer hatte nun gerade ein noch ungetauftes Kind daheim und schickte sich an, es dem Geist zu bringen. Seine Frau erwischte ihn aber rechtzeitig beim verwerflichen Raub und entriss ihm den Schreihals mit Gewalt.

Und so blieb der Schatz liegen, wo er wohl heute noch ruht.

J. Vetsch. Ds Goldbrünneli. Eine Sagensammlung aus Klosters und Umgebung. Klosters 1982, © J. Vetsch

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch