Mutabor Märchenstiftung

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Bergmännchen weiss einen Schatz

Land: Schweiz
Kanton: Obwalden
Kategorie: Sage

In Gisweil starrt auf einer Alp ein Felsen empor, der Gisweilerstock geheissen. In dem umliegenden Gebirge hausten Wilde oder Bergmännchen. Ein oder mehrere Jäger begaben sich auf die Gemsenjagd. Wie nun der Jäger den Gemsen nachspürte, stellte sich plötzlich ein solches Männchen vor ihn hin, und trug die ernste Bitte vor, er möchte ihm doch seine Thiere nicht schiessen, dafür wolle es ihm einen grossen Schatz zeigen. Es wies ihm denselben im nahe liegenden Felsen, dem Gisweilerstocke, an; er solle nur hingehen und denselben entheben, doch unter der Bedingung, dass er beim Hineingehen in den Felsen bei Leibe nicht zurückschaue, sonst wäre der Schatz für ihn unerreichbar. Wie nun der Jäger voll Begierde durch die Oeffnung des Felsens hineintappte, jauchzte jemand hinter ihm her, er schaute unbesinnt rückwärts und sogleich verschwand Alles mit donnermächtigem Gekrach. Der Schatz war verloren.

Quelle: H. Herzog. Schweizer Sagen für Jung und Alt dargestellt, erster Band, Aarau 1871 

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