Mutabor Märchenstiftung

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Bergmännchens Kunst im Heuen

Land: Schweiz
Kanton: Nidwalden
Kategorie: Sage

In dem Heimwesen Tableten in der Gemeinde Dallenwyl stellte sich zur Zeit der Heuernte ein Bergmännchen ein. Dasselbe leistete vorzüglich Hilfe im Felde, wenn Regen oder Ungewitter die Leute überfallen wollte, wann sie vollauf mit Einheimsen des Heues beschäftigt waren, und damit nicht fertig werden konnten. Alsdann erschien es mit zwei "Haselzwicken" oder Haselruthen, stellte sich hinaus in das liegende Heu oder Emd, schlug mit diesen Ruthen recht gewaltig um sich, worauf das Heu anfing sich vom Boden zu erheben, im wirbelnden Kreise sich bewegte, allmählich dem Gaden (Scheune) sich näherte, und auf allen Seiten zu den Oeffnungen oder "Schwemmen" derselben mit aller Heftigkeit hineinflog, während dem hintendrein das Männchen fortwährend stark gegen das einfliegende Heu losschlug. Nach gethaner Arbeit oder auch sonst gaben die Hausbewohner ihrem gewandten Gehilfen zu essen. Das Männchen wurde durch eine Unartigkeit von der Ofenbank, seinem gewöhnlichen Sitze, verscheucht, und erschien ferner nicht mehr.

Quelle: H. Herzog. Schweizer Sagen für Jung und Alt dargestellt, erster Band, Aarau 1871 

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