Der Fuchs
Ein Mann aus Vill (Vild) bei Sargans kam spät Abends von Mels über Feld gegen Sargans. Unweit des steinernen Kreuzes fing er einen zahm scheinenden Fuchs und schob ihn in den leeren Sack, den er auf der Schulter trug. Als er zum "Stadtgraben", der Marke des Stadtgebietes, kam, rief eine Weiberstimme von der waldigen, bereits dunkeln Basathienwand: "Schwester, worum chunst nit!" Wie erstaunte der Mann, als eine ähnliche Stimme aus seinem Sacke antwortete: "I cha nit, i bi in d's Peter Geelen Sack!" — Entsetzt liess er die Unholdin fahren, die mit gesenktem Schweife den Bergen zurannte,
H. Herzog. Schweizer Sagen für Jung und Alt dargestellt, zweiter Band, Aarau 1882.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch