Der Teufelssprung
Schon seit langer Zeit nutzen die Bauern im Sommer die Alp am Melchsee und sömmern dort ihre Tiere. Schliesslich wurde eine Kapelle gebaut, damit sich die Sennen zum Berggottesdienst versammeln konnten.
Das gefiel dem Teufel gar nicht und er beschloss die Kapelle zu zerstören . Er stieg auf den hohen Felsgrat, den Tossen hoch über dem See erhebt. Dann nahm er Anlauf und stürzte sich mit einem mächtigen Sprung hinunter in die Tiefe. Doch sein Sprung war zu kurz und sodass er auf dem grossen Felsblock vor der Kapelle landete und den Abdruck seiner Geissfüsse im Stein hinterliess. Die Kapelle aber steht bis heute.
Fassung D. Jaenike, nach: Franz Niederberger, Sagen und Gebräuche aus Unterwalden, Sarnen 1924.