Baltschieder
Unser Dorf stand früher im Baltschiedertal. Heute heisst es da «Im Gischig». Man behauptet immer, dort liege eine grosse Fluh, und die Kirche sei unter dieser Fluh begraben.
Unten im Rottental war früher Wasser. In den Eggen steht noch eine Fluh, dort sieht man den Ring, wo man die Schifflein anband, als das Wallis ein See war. Auf der andern Seite gebe es das gleiche bei Zeneggen, dort, wo heute ein Senntum ist.
Das habe ich immer so sagen hören.
Erzählt von: Moritz Millius, 84, Baltschieder.
Aus: Josef Guntern, Volkserzählungen aus dem Oberwallis. Sagen, Legenden, Märchen, Anekdoten aus dem deutschsprechenden Wallis. Basel 1978. © Mit freundlicher Genehmigung der Erbengemeinschaft. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung. www.maerchenstiftung.ch