Mutabor Märchenstiftung

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Jetz gib, was d willt!

Land: Schweiz
Kanton: Wallis
Region: Eisten
Kategorie: Sage

Als der Herrgott die Welt erschuf, besuchte er zuerst das Vispertal, dann zog er ins Saastal und rief dort die vier Gemeinden ins Leben. Beim Verlassen des Tales kam er in die Gegend von Eisten; dort kehrte er den Gabensack mit allen Resten, die noch drin waren, um, schüttelte und meinte dazu: «Jetz gib, was d willt!» Daraus entstand Eisten.

Früher gehörte Eisten noch zur Pfarrei Stalden. Aus allen Weilern zogen die Gläubigen früh am Sonntagmorgen mit Lichtern aus, um nach Stalden zur Messe zu gehen. Oft kamen sie erst spät in der Nacht mit Lichtern wieder zurück.

So erzählten es alte Leute. Heute ist Eisten eine Gemeinde, die aus vierundzwanzig bewohnten Weilern besteht.

Erzählt von: Adolf Petrus, 82, Eisten.

Aus: Josef Guntern, Volkserzählungen aus dem Oberwallis. Sagen, Legenden, Märchen, Anekdoten aus dem deutschsprechenden Wallis. Basel 1978. © Mit freundlicher Genehmigung der Erbengemeinschaft. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung. www.maerchenstiftung.ch