Der Schatz im Schlosse Rauh-Aspermont
Oberhalb der schönen bischöflichen Meyerei »Muliniira« bei Trimis stehen die Reste vom Schlosse Rauh-Aspermont, wo ein Schatz liegen soll, welchen einstens ein Mann haben wollte. Dieser hatte vernommen, dass eben der Schatz nur durch einen unbescholtenen Mann und drei »reinen Jungfrauen« gehoben werden könne. Nun hatte der gute Mann drei ledige Töchter, und machte sich alsbald daran, den Glückshafen zu heben. Der Schatz aber blieb liegen, wo er bis anhin gelegen, wohl deswegen, dass eine der drei Grazien keine »gute« Jungfrau mehr gewesen sein mochte.
Quelle: Volksthümliches aus Graubünden, D. Jecklin, vollständige Neuauflage, Berlin 2014
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.