Ausbruch der Pest in Schuders
Im 17. Jahrhundert starben im Bergdörflein Schuders fast alle Bewohner an einer pestartigen Krankheit dahin, nachdem ein Hirte dieses Übel von der Alpe herab mitgebracht.
Dieser Hirte kundete offen, er habe auf der Alpe im Freien geschlafen. Wie er eines Nachts erwacht sei, habe er einen übelriechenden Nebel vor sich aufsteigen sehen, wovon er dann krank geworden sei, und kaum noch Kraft gehabt habe, in\'s Dorf hinunter sich zu schleppen. - Man entdeckte alsobalde an ihm die Pestbeulen, und wenige Stunden nachher verschied er. Nun fing die Pest an, im Dörflein ihre vielen Opfer zu fordern, und die Mehrzahl der Einwohner mussten ihr unterliegen.
Quelle: Volksthümliches aus Graubünden, D. Jecklin, vollständige Neuauflage, Berlin
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.