Der Reiter auf dem Zürichsee
Der Reiter auf dem Zürichsee
Wenn ein frischer Schnee auf den überfrorenen See fällt, erscheint er als ein schönes, grosses, weites und ebenes Feld. Da fällt mir gleich eine lächerliche Geschichte ein, die sich auf diesem Schneefeld begeben haben soll.
Man erzählt von einem Reisenden, der von Rapperswil über den See nach Zürich geritten sei und gesagt habe, er sei seiner Lebtag nie über ein so langes, schönes, breites und ebenes Feld geritten, wie diesmal. Als man ihm erklärt habe, das sei kein Feld, sondern der Zürichsee. sei er aus Furcht und Schrecken in eine Ohnmacht gefallen.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Stadt Zürich und Zürichsee
Nach H. Escher, Beschreibung des Zürichsees, 1692, in die heutige Schriftsprache übertragen, sonst unverändert.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.