Der Kirchbau zu Adetswi!
Der Kirchbau zu Adetswi!
Vor langen Jahrhunderten fassten die Adetswiler den Beschluss, eine Kirche zu bauen. Schon hatten sie alles Material bereitgestellt und die Baurotten bestimmt, als die Bäretswiler sich in den Bau einmischten und den Adetswilern die Kirche nicht gönnen wollten, da sie das grössere Dorf hätten, dem eine Kirche besser anstünde.
Trotzdem begannen die Adetswiler den Kirchbau und fragten der Missgunst der Bäretswiler nichts nach. Aber was die Adetswiler am Tage aufbauten, das schleppten die Bäretswiler in der Nacht wieder weg und begannen aus den Steinen eine eigene Kirche zu bauen. Nachdem dies einige Male geschehen war und sich die Adetswiler vergeblich gewehrt hatten, liessen sie ihren Kirchbau bleiben. So wurden sie Kirchgenossen nach Bäretswil. Der Hügel aber, auf dem die Kirche hätte gebaut werden sollen, heisst bis auf die Stunde der Kirchbühl.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Studer, S. 127; Beck
Die Patrozinien der ältesten Landeskirchen im Archidiakonat Zürichgau. Diss. Zürich 1933. Auf dem Kirchbühl bei Adetswil wurden vor 1870 die Fundamente eines Turmes samt der Umfassungsmauer aufgedeckt sowie ein zwei Fuss breiter Graben mit Resten eines Fundamentes.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.