Die Kapuziner in Rapperswil wissen Rat
Die Kapuziner in Rapperswil wissen Rat
Als „Bachme-Wild“ in der Fuchsrüti einmal die Schweine vergiftet wurden, wandte er sich an die Kapuziner. Die sagten ihm, der Täter werd an drei aufeinanderfolgenden Tagen in seinem Hause erscheinen. Und wirklich, er erschien: Es war ein Nachbar.
Pfister in der Fuchsrüti wurden einmal von unbekannter Hand alle Reben abgeschnitten. Ein Freund riet ihm , sich an die Kapuziner zu wenden. Deren einer liess sich den Sachverhaltsalt erklären und sagte Hilfe zu unter der Bedingung, dass der Geschädigte die Täter weder hassen noch verfolgen wolle. Nachdem er dieses Versprechen erhalten hatte, führte der Mönch die beiden Freunde vor einen Umhang, zog diesen auf - und da standen die beiden Täter in Lebensgrösse. Pfisters Freund fiel in Ohnmacht.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Oberland
Aus Jakob Zollingers „Herschmettlerchronik“.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.