Der Wurm bei Lunnern
Der Wurm bei Lunnern
In der Gegend von Lunnern, in der Wangeren, hauste in alten Zeiten ein Ungeheuer, ein junger Drache, der den Bauern viel Schaden anrichtete, indem er die Feldfrüchte ausriss, wo er des Weges kam. Mit der Zeit bekamen die Ämtler genug von diesem Wurm, und sie konnten ihn vertreiben.
Das Ungetüm rettete sich über die Reuss und begann die Felder der Merenschwander zu verheeren. Es hielt sich in einem Wäldchen auf, das es nur nachts verliess. Als der Wurm einst durch einen Feldhag schlüpfte, konnte ihm ein Bauer, der auf der Lauer stand, mit dem Beil den Kopf abschlagen. Das Tier führte aber noch mit seinem Schwanze einen Schlag über die Hecke und traf den Bauern, der tot niedersank.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Knonauer Amt
Nach Rochholz, Sagen 2, Nr 235.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.