Leit', leit'
In den Bürgler und Schächentaler Bergen fuhr eines Sommers ein Bettlermandli herum, aber die Leute schenkten ihm zu wenig, und es meinte, es wolle ihnen schon noch einen Schwirren schlagen. Es ging nicht lange, so brüllte einmal durch das Bachtal zu Wytterschwanden bei einem furchtbaren Gewitter eine grausige Rübi hinunter und drohte, viel Eigentum zu vernichten. Es nützte nichts, dass der alte Kluser eine Sense hineinwarf. Da läutete es zu Wytterschwanden über Wetter. Jetzt hörte man auf der Rübi eine Stimme rufen: »Leit', leit'!« und eine andere antworten: »I mag nimmä g'leitä, ds Santä-Toni-Sywli gysset.« Da legte sich das Wetter, die Rübi nahm den geraden Lauf zum Schächen und stand bald still.
K Gisler, 75 J. alt, Unterschächen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.