Seltsame Fuchsjagd
»Und miär isch äu einisch cheibisch kürjos ggangä. Ich ha-n-am Intschitobel hinnä immä-n-ä chlynä Gädemli dä Fixä glotzet. So gägä Mitternacht isch einä chu, ä gryßlächä! Ich ha 'zilet, und der Schutz isch richtig abggangä. Aber 'pohlet hets impärtinäntisch. Äs het-mi bigoschthindärä gwißt a Riggä z'riährä. Der Cheib hets, ha-n-i 'tänkt und bi üffgstandä ga lüegä. Aber findä ha-n-i doch gar nytt chennä, nur isch im Schnee so äs Gspor gsy wiä vo zwee Finkä, und das isch dur ds Tobel gägä d'Ryß appäggangä. Ich bin-em nitt wytt nachä, ich ha 'tänkt, dü gahsch hei, und ha ds Gwehr i d'Händ gnu und bi ggangä. Aber dassälb het nitt scheen üßgseh! Der ganz Läuf isch 'bognä gsy, und z'ußrisch am Rand isch er fyn zerschlitztä und zrugg'bognä gsy wiä-nn-ä Wychwadel. Am andärä Tag ha-n-i-'s düe chennä-n-am Schmid Bümä bringä z'Stäg und's la chirzer machä. Jä, das isch de keis Märi, so isch äs miär ggangä. Das sägä-n-ich de, wo-n-ich will; das derfet iähr de scho i ds Wuchäblatt tüe.«
So erzählt mir ein Wahrheitsfreund von Silenen.
J.M. Tresch, gen. Kapläni, 68 J. alt
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.