Der Fuchsschwanz
Gspässig sygs einisch a zwee Ratsheerä ggangä-n-am Rynächt unnä. Diä syged am Abed spät von Alteref chu us-em Rat und heiged uf Erschfäld und Silänä hei wellä. Uf einisch heig einä hinder-em züechä neiwis Cheibs gheert schnüfä; är lüegi zrugg und gse-i, das ä Fux nachächeem. »Du lüeg, was chunnd-is da nachä,« heig er zum andärä gseit, und der heig glüegt und heig gleitig mit sym Stäckä dem Tiär der Schwanz abgschlagä. Das syg i eim Herr-Jeeses ggangä. Der Fux syg düe fryli nitt frynä-n-annä vorby gluffä und heig-si einisch änandäränah dervogmacht. Disä heig der Schwanz gnu und heig-ä-n-ummä Hüet ummä 'pundä. »Da ha-n-i etz ä scheenä Hüetbändel,« heig er gmacht. Am Morged heig-ärä wellä der Fräuw zeigä. Und darnah, was meined-er, was isch düe um-mä Hüet ummägsy? – Äs Bleegi vomm-änä Wyberrock!
»Das hed-is alligs nu d'Grossmüetter verzellt, diä het diä zwee Ratsheerä nu 'kännt,« schliesst mein Gewährsmann von Erstfeld die Erzählung.
Johann Wipfli, Chucheler
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.