Der letzte Wolf
Der letzte Wolf
Es soll ums Jahr 1800 herum gewesen sein, da der letzte Wolf im Limmattal erschlagen wurde. Das hat sich so zugetragen:
Zu jener Zeit war es üblich, dass man abends die Pferde von der freien Weide in die Inhegi trieb und ohne Aufsicht weiden liess. Diese Weide lag im Grüt, und noch heute erinnert der Name Gatterwies daran.
Eines Morgens seien nun die Pferde höchst aufgeregt im Dorf erschienen und kaum zu beruhigen gewesen. Man begab sich ins Grüt, um Nachschau zu halten, was Ausserordentliches geschehen sei. Die Bauern bemerkten sofort, dass die Pferde über den Hag geflohen waren. In der Weide aber lag ein toter Wolf, von einem Hufschlag hingestreckt.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Limmattal
Aus den „Sagen aus dem Limmattal“. Quellen sind dort nicht angegeben. Laut Vorbemerkung wurden die Sagen durch Sekundarlehrer K. Klenk „durch Schulaufsätze“ gesammelt.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.