Seltene Todesursache
Ainisch häig äinä-n-ä-n-Esel gha. Und d'rnah syg äinisch ä Fremdä chu und häig das Tier äso gschäuwet und häig gsäit, wennd der Esel drymal furzi, miäss är – der Besitzer – stärbä. Nu, der Ma häig-si dessä nitt so fast g'achtet. Mal äis Taggs häig är mit dem Esel näiwis miässä säumä, und da syg äs zimmli obsi g'gangä. Uf äinisch lah-i der Esel äinä la fahrä. Ja nu, äinisch isch käinisch, häig der Ma züe-n-em sälber gsäit, und syg ämel wytters. Nach-ämä Wyltschi syg der zwäit chu. Da syg-s'm aber doch angst wordä, dem Ma. Und är gaht und schnätzet ä Zapfä und steckt-ä dem Esel i Mastdarä. Nached anä häig äs der Esel afah üffbläjä-n- und üfftrybä, und uf äinisch trybi äs der Zapfe-n üsä und jagä dem Manndli grad a-nn-i Schläffä und schlah-ä müs-steitots.
Josef Maria Fedier, 62 Jahre alt, Taglöhner und Holzarbeiter
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.