Vom Fehdistock
Mein Grossvater, damals etwa 13 oder 14 Jahre alt, wanderte einst mit seinem Vater in der Nähe des Fehdistockes im Meiental. Sie mussten sich aber trennen und gesonderte Wege einschlagen. Auf einmal befand sich der Bub auf einem Platze, der weit und breit mit herrlich goldglänzenden Strahlen bedeckt war. Sie blendeten ihn geradezu. Als er wieder mit seinem Vater zusammentraf, erzählte er ihm sein Erlebnis. Gemeinsam suchten sie die Stelle wieder auf, konnten sie aber nicht mehr finden; der Bub hätte etwas auf dem Platze zurücklassen sollen. – Das ist denn aber eine wahre Begebenheit! Ja, vom Fehdistock hennt diä Altä vo Wunder taa, wiä da chostbari Sachä dri wäret.
Fr. Baumann, 33 Jahre alt, Meien
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.