Von der „Gspaltenfluh“
Von der „Gspaltenfluh“
Diese über 20 m hohen und zerspaltenen Deckenschotterfelsen befinden sich westlich vom zur Gemeinde Oberweningen gehörenden Hof Wattwil, und es ist begreiflich, dass sich an jene unheimliche Gegend auch eine Sage knüpft.
Darnach habe ein bei Schneisingen wohnender Kohlenbrenner mit dem Zunamen „Zingg" einen Knaben gehabt, dem von seinem Götti ein silberner Löffel geschenkt worden sei. Diesen habe er aber seinem habgierigen und bösen Vater nie abgeben wollen, sondern ihn immer bei sich getragen. Da seien sie eines Tages bei Waldarbeiten miteinander bis oben an die „Gspaltenfluh“ gekommen, und hier habe der jähzornige Vater den widerspenstigen Sohn plötzlich von einem hohen Felsen hinabgestossen. Bald nachher sei er aber an Körper und Geist erkrankt und innert ein paar Wochen gestorben.
Die Leiche des Knaben sei samt dem silbernen Löffel erst später gefunden worden, und zwar dort, wo ein Bächlein entspringt, das deshalb den Namen „Silberbrünneli“ erhalten habe.
Quelle: K. W. Glaettli, Zürcher Sagen 1970, Unterland
Wörtlich aus Hedinger S. 29. Seine Quelle: Lienhard, Blatt 12.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.