Ein Kapuziner
von Altdorf wollte in einem Bürgler Berg ein Gespenst bannen. Aber das sagte ihm rundweg heraus, es habe mit ihm nichts zu schaffen, es sei nicht sein Pfarrkind. Darauf liess er sich vom Ortspfarrer Vollmacht erteilen und verbandisierte das Gespenst auf die Ruossdiele hinauf, wo es sich in der Folge ruhig verhielt. Nach vielen Jahren warfen einmal junge Burschen aus dem Hause Steinchen hinauf, um zu erfahren, ob es noch droben sei. Und da syg's doch nu dobä g'sy und häig-si g'rodt.
Katharina Gamma, 50 J. alt.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.