Das erste und letzte Wort
Muss man für sich selber andingen, wenn man eine arme Seele anredet, sonst redet sie einen zutode; denn sie spricht mit dem Atem des Lebenden. Zu Göschenen hat einmal jemand eine arme Seele angeredet, die er gehört hatte, im Obergaden am Heu arbeiten; aber er hat vergessen, sich das erste und letzte Wort vorzubehalten. Die arme Seele redete ihn zutode. Flätschbachnass kam er zu Hause an, und die Seinen fragten ihn, ob er in den Bach gefallen sei. Er starb in wenigen Stunden.
Josefa Zurfluh und a.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.