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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Wie dr Spahr heiritet

Land: Schweiz
Kanton: Bern
Kategorie: Sage

Wie dr Spahr heiritet

Einisch hei sie z’Bärn obe Sitzig gha. ’s Mittagässe isch nohe gsi. Du seit dr Spahr zumenen angere, är söll de mit ihm hei cho ässe.

„Was meinsch?“ frog diese; är isch Sinns gsi, är heig nid guet ghört. He, är söll mit ihm heicho uf e Mischleberg für z’Mittag z'ässe. säg dr Spahr druf.

Jo, was är au meini; äs rücki gäge den englefe, machi dr anger. „U de wiederume zrugg?“ He wohl, säg dr Spahr, är heig ’s Ross do; är chönn hinger ufhocke; sie sige de z’rächter Zit ume.

Drufabe het dr Spahr ’s Ross vüregnoh. Dr anger isch hingeruf. Demo isch ’s Ross uf u wie ne Chutt dür d’Luft us. Ob em Rite het si ’s Ross gstoglet. I churzem si sie uf em Mischleberg gsi, u d’Büri het grad ’s Ässen uf e Tisch to.

Säg dr Spahr zum angere, ob er au wüss, wo si ’s Ross gstogleg heig. Das chönn er nid säge. „Bim Chilchsturm z’Chilperg.“

M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929

 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.