Dr Ziberlisturm
Dr Ziberlisturm
D'Nachtlütli si ganz chlin gsi, öppe so höch; sie recki eim chum über d‘Chneu us. Aber mi dörf se nit ploge, het’s albe gheisse; sie gangi süsch furt. De Bure hei sie albe ghulfe wärche. U d’Lüt hei erchennt, ihri Arbeit sig z’schetze‚ u sie hei gäng öppis für se gha.
Aber einisch sig e Frau gsi. Die heig e Ziberlisturm gchochet gha u gseh, wie es Nachtlütli uf ’sHus zuehechömm. Vom Ziberlisturm heig sie nüt welle furtgäh u heig ne gschwing unger ne Bank ungere to. Wo ‘s Nachtlütli i d’Stube sig cho, heig ihm d’Frau nüt vüreto. Das heig aber grnerkt, wodüre dass jagi u gseit:
„Es nachtet unger de Bänke;
Was wird dr Ziberlisturm dänke?“
Drufabe sig es furt, u vo denn ewägg heig me kes Nachtlütli meh gseh.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.