Bim Schatzgrabe
Bim Schatzgrabe
Uf em Ochleberg hei einisch ihrere drei gschatzgrabet. Derbi hei sie kes Wörtli dörfe rede. Es Trögli. schwär wie Bli, isch vürecho. Bimene Hörli hätti sie's gha. „Jetz hei mer’sch“, seit eine. Im Hangumdräihe isch’s Trögli z'dürab u verschwunde.
Später si re gäng wieder go grabe; aber niemer het meh öppis gfunge. Ob's wohr sig? He, wär's gseh het. isch derbi gsi, u wär’s erzellt, läbt no.
Die vorstehenden zwei kurzen Sagen zeigen uns, wie Elemente alter Zauberhandlungen in den Vorschriften, wie ein Schatz gehoben werden muss, neu aufleben; denn Stillschweigen ist bei Kulthandlungen oftmals strenges Gebot.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.