Die beiden Lebenslichter
In der Stadt Laufenburg lag eine alte Frau im Sterben. Als ihr Ende kam, sah man auf ihrem Nachttischchen plötzlich zwei schöne Lichtlein leuchten, von denen das eine etwas früher erlosch als das andere, und in demselben Momente that dann auch die Frau ihre Augen auf immer zu. Als man nun ihre im Schwabenlande wohnende Schwester zur Seelenmesse abholen wollte, kam man eben zu ihrem eigenen Leichenbegängniss, und die beiderseitigen Trauerboten hatten sich unterwegs getroffen.
Quelle: Ernst L. Rochholz, Schweizer Sagen aus dem Aargau, Band 1 Aarau, 1856
Ebenso in: Ebenso in: H. Herzog. Schweizer Sagen für Jung und Alt dargestellt, erster Band, Aarau 1871
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch