Das Dingzwerglein
Ein Zwerglein kam zu einem Bauern und liess sich dingen. Doch es stellte die Bedingung, dass er nie in den Stall noch nach dem Heustock blicken solle und verbot ihm streng, hineinzutreten.
Als an einem Sonntag das Zwerglein fort war, konnte er sich nicht enthalten. Der Bauer stieg auf den Heustock und er trat auch in den Stall. Wie war er freudig überrascht, zu sehen, dass der Heustock gleich gross geblieben war und die Kühe doch alle so spiegelglatt und zudem immer noch grösser wurden!
Am Abend kam das Zwerglein heim, öffnete die Stalltüre und schnupperte in der Luft herum.
„Jetzt wirst du dein Heu brauchen müssen", rief es dem Bauern zu und verschwand.
Quelle: Georg Küffer, Lenker Sagen. Frauenfeld 1916. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch