Der Hungerbrunnen bei Buus
Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage
Im äussern Teil des Wabigentälchens, wo es kesselartig erweitert ist, befindet sich eine starke periodische Quelle. Im schönen Wiesengrunde wallt da das Wasser zu Zeiten gar mächtig und klar auf und wirbelt in lustigem Spiel kleine, blankgeschliffene, bunte Steinchen auf und nieder. Bei längerer Trockenheit versiegt aber die Quelle wieder.
In frühern Zeiten soll jeweils eine Hungersnot entstanden sein, wenn die Quelle zu lange floss oder wenn ihr Wasser zu lange ausblieb. Daher erhielt sie den Namen Hungerbrunnen.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch