Der Spuk in den Bergmatten
Ein alter Reigoldswiler erzählte: Vor vielen Jahren ging ich in die Bergmatten, um auf meinem Grundstück einige Mäusefallen zu stellen. Ich war in meine Arbeit ordentlich vertieft, als plötzlich oben im Glattenberg ein fürchterliches
Getöse losging, als ob ein paar Wagen Steine ausgeleert würden. Ich erschrak und flüchtete gegen die Vogelmatt hinunter. Als der Lärm vorbei war, nahm es mich doch wunder, was die Ursache des Geräusches gewesen sei. Doch konnte ich nichts entdecken, trotzdem ich das Gelände gründlich absuchte. Ich erzählte das Vorkommnis einer älteren Frau. Sie erklärte, dieses Getöse sei schon mehrmals vernommen worden, hätte ich etwas länger gewartet, so hätte ich ein kleines, mit einer roten Weste bekleidetes Mannli gesehen, welches jedesmal nachher den Berg herunter komme.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch