Ds Nachtvolch im Loib
Im Loib, zööha undrem Loibstock, siin drii Älper am Aben näb dr Hitte gsässen und häi dorfed und ditz und das bbrichted.
Döö gheere si singen. Äs ischd e Psalm gsiin: „O, Herr, säi gnädig deinem triiwwen Knächte". Sie losen u-l-losen u-l-losen. No nee häi si eso schään gheere singen.
Wa ds Leed ischd üüs gsiin, häi s‘ enandren „Gööt Nacht um bbheed di Got“ gsäid und siin id Näschterri.
Äs wä ds’Nachtvolch gsiin, wa hätti gsunge ghäben.
Nid lang gäid‘s, stirbd äina, dr ander nahi, und i churzem chunnd dr dritt ad Räien.
Eso siin dee drii dänne chun, wa häi gheerd ds Nachtvolch singen.
Melchior Sooder: Zelleni us em Haslital. Märchen, Sagen und Schwänke der Hasler aus mündlicher Überlieferung. Basel 1943.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.