Im Schloss Reschti
Im Schloss Reschti wän en ganze Plunder Gäld vergrabna. Dr Gäischterbanner Michel hed das gwissd und hed mid zween old drii andren das Gäld welle virhatöön. Är hed nen aber an es Chnepfli gläid, si derffen nid es Wertelli midenandre brichten, we si dra siigen.
In arra Nacht sii si derhinder har und siin in es Ghalt chun. Da ischd es Chaschtli gsiin und en Hund drüüf. Michel hed den Hund ergriffen und ab em Chaschtli glifted. Derna hed er ds Chaschtli üüftaan; äs ischd äbevolls Gäld gsiin; zobrischt ischd en niwwa Chriizer gsiin, e scheenna, glitzraga. „Dän nimen i afen", säid äina und hed ne-w-wellen nän. Aber eeb er rächt mid Brichten ischd fertig gsiin, hed's en griislaga Chlapf ggän, Tireni si zöögschletzd; ds Chaschtli ischd verschwunden, um Michel hed griiselli afam bbreelen. Är ischd verlorna gsiin. Dee andren häin no üüsi chennen u-f-fleen.
Melchior Sooder: Zelleni us em Haslital. Märchen, Sagen und Schwänke der Hasler aus mündlicher Überlieferung. Basel 1943.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.