Die Wallfahrtskirche
Der Ursprung der Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau auf dem Glisacker verliert sich im Reich der Legende. Danach soll ein Bischof Leutmund einst bei seinem Fürsten in Ungnade gefallen sein. Voll Zorn schickte ihn dieser aus der Diözese. Auf der Flucht ins Oberwallis hielt Bischof Leutmund in Glis an und betete dort an einsamer Stelle Das wäre im Jahre 612 gewesen. Hier versprach er, eine Kapelle zu bauen, wenn er sein Bistum wiedergewänne. Seine Sehnsucht ging bald in Erfüllung und er durfte in sein Bistum zurückkehren. Der Bischof hielt sein Versprechen und stiftete dann in Glis eine Kapelle. Der Bau wurde dort begonnen, wo heute die Englisch-Gruss-Kapelle steht. In der Nacht sollen aber die Werkzeuge regelmässig verschwunden sein und lagen am Morgen immer wieder auf dem Platze, wo sich heute die Kirche erhebt. Das erblickten die Leute als göttliches Zeichen und errichteten hier die erste Kapelle, aus der später eine grössere Wallfahrtskapelle entstand und schliesslich die grosse Wallfahrtskirche.
GLIS
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch