Loderndes Gerippe
Von einer glaubwürdigen person ist mir erzelt worden, dass sich uf ein Zyt by nächtlicher wyl, unversähenlich vor ir gestellt ein todter cörpel uffrecht allein dass gebein in gstalt der man den todt malt und by synen füessen sye uss dem erdtrich herfür komm ein kleins blawes liechtlin, dass sye allgemach am Cörpel uff gestigen bis an die Gegne der brust kommen, da habe angefangen ze wachsen und ye meer ye meer zugenommen, bis es letzlich zu grossem heitern flamen worden der den Cörpel gantz gefasst und umbgeben und entlich alles miteinandren verschwunden.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Bei dieser Sage gibt es keine genaue Zuordnung zu einem der fünf Kantone. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.