Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Peter Fechter

Land: Schweiz
Kanton: Luzern
Kategorie: Sage

Als Teufelsbeschwörer kam 1583 zu Luzern Peter Fechter von Erlibach, Bernergebietes, in Haft. Sein Buch hatte er laut Geständnis von Andreas Fruttiger zu Sigriswil. Andere Schriften waren ihm durch einen fahrenden Schüler, Christoffel von Strassburg, eine Zeit lang Schreiberknecht zu Reichenbach im Bernbiet, überlassen worden. Nachdem er in der „Wanne gebraucht" war, zeigte Fechter an, zu Höchstetten bei Thun habe er folgende Salbe gemacht. Hab darein getan Wachs, Menschenmark, Menschenschmer, Murmelischmalz, Fuchsschmalz, Gemsenfett und Marderschmalz. Damit hab er böse Beine heilen wollen.

Er gestand auch, er hätte gern die Pigmäen, Herdmändli, zu ihm herangebracht. Allein er habe die Beschwörung nicht auswendig gewusst. Die Instrumente dazu, „Ruten" und Haselstecken etc. habe er in seinem Buch beschrieben.

Von Christine Suter zu Steig bei Unterseen hab er gelernt: Wenn einer drei Freitage nacheinander seine Hände aus einem Totenschädel wäsche und spreche: Im Namen Krusian, Simian und Navian, so greif ichs an so ...

Gegen die Hausmäuse gab er ein Mittel an. An vier Ecken des Zimmers bohre man ein Loch und lege Quecksilber hinein. Schlage dann einen Nagel von einem Totenbaum dazu.

 

Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.