Peter Schluchter
Ihm schrieb man es in erster Stelle zu, dass sich die Unterbächner und Birchner von Raron trennten und eine eigene Kirche bauen konnten.
Nach einer Legende hiess es, er habe unten im Eschi jeden Samstag so viel Geld holen dürfen wie er brauchte, um die Arbeiter zu bezahlen. Als er am Schlusse dem Spender dankte und meinte, jetzt sei es zum letzten Male, da wurde der Geist böse, griff ihn an und zerkratzte ihn wüst. Das war nämlich ein Verstorbener, der Geld für zwei Pfarrkirchen gehabt hätte. Mit einer einzigen wurde er nicht erlöst. Nach einer andern Erzählung zahlte der Geist nur, bis sämtliches Mauerwerk aufgerichtet war. Als Schluchter noch mehr holen wollte, zerkratzte er ihn und sagte: «Für die Hoffart geht es nicht!»
UNTERBÄCH
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch