Das dreibeinige Ross
In alten Zeiten soll in der Feselalpe ein dreibeiniges Ross sein Unwesen getrieben haben. In wenigen Sprüngen soll es von der oberen Feselalpe bis herunter in die Kalberweid gekommen sein. An jedem Ort, wo es zu Boden kam, haben die Älpler ein Kreuz errichtet, so unterhalb der untern Bächimauer, oberhalb des untern Stafels und am untern Ende, auf den Auflengen und auf dem mittleren Kalberweidboden. Als das Ross weiter unten in einer Halde wieder Fuss fassen wollte, brach es ein Bein, weshalb diese Gegend heute noch das ,Beinbrächi‘ heisst.
GAMPEL
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch