Das Pferd bei den spitzen Steinen
Der alte Johann Joseph Burkard kam einmal spät in der Nacht mit einem Pferd von Jeizinen herunter. Als er bei den spitzen Steinen, wo dazumal nur ein Bethäuschen stand, vorbeikam, wollte sein Pferd nicht mehr weitergehen. «Bo, was ist denn los?» sagte Burkard zu sich selber und gab dem Pferd mit dem Stock einen Schlag auf den Rücken. Dieses vollführte einen grossen Sprung in die Höhe, wie wenn es über einen Stein oder sonst über einen Gegenstand springen müsste, und eilte in vollem Galopp davon nach Gampel, wo es erst vor dem Hause stehenblieb. Im Jeiziweg jedoch war nichts zu sehen. Im gleichen Augenblick starb aber Franziska Schnyder, geborene Martig, eine nahe Verwandte.
GAMPEL
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch