Der Marcher
Wo in Enggersch die Gasse nach Brentschen führt, stand eines Abends unterhalb der Kreuzgasse ein Mann am Fenster und schaute hinaus. Da sah er in der Jeizinenmatte jemand, der einen feurigen Marchstein umhertrug. Dabei schrie er in aller Angst: «Wa solis tüo, wa solis tüo?»
Der Mann dachte sich nichts Weiteres und rief ihm eher aus Dummheit hinunter: «Tüos, waas gchehrt, de chuntsder ab!»
Er hatte kaum fertig gesprochen, war das Feuer verschwunden, und der Geist stand vor seinem Fenster um sich zu bedanken, jetzt sei er erlöst.
ERSCHMATT
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch