Die Grundoldinger in der Kriegszeit
Gundoldingen, ein Weiler in der luzernischen Pfarre Rain, soll im Sempacherkriege von den Oesterreichischen niedergebrannt worden sein. Die Gundoldinger selbst hatten sich in den Wald geflüchtet und nach Abzug der Feinde auf dem nahen Hügel eine Warte erbaut. War nun von da aus kein Feind in Sicht, so verliessen die Einwohner den Wald und gingen bewaffnet ihrer Feldarbeit nach. Sobald aber die Wächter oben vom Wartturm einen Feind erblickten, gaben sie ein Zeichen mit dem Horne und riefen die Gundoldinger zum Kampf zusammen.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.