Der Hirsch mit dem Christusbilde
Es ist uralte Überlieferung, dass ein unbekannter Jäger von fernen Landen her einen Hirsch gejagt habe bis auf den Platz, wo nun die Wallfahrtskapelle in der Jagdmatt bei Erstfelden (Kanton Uri) viel besucht wird. Da habe diesem Jäger Christus in einem Schweisstuch zwischen dem Geweih des Hirsches sein gebenedeites Angesicht wunderbar gezeigt, worauf der Mann sich bekehrte, an selbem Orte sich eine Wohnung einrichtete und gottselig daselbst lebte bis zum Tode. Deshalb heisst der Ort Jagdmatt. Von dem heiligmässigen Jäger wurden die Gebeine, sowie Messer, Gürtel und Rosenkranz aufbewahrt und gezeigt.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.