Die weisse Jungfrau vom Tschöpperli
Bei der Ruine Tschöpperli «gespenstet . . . eine Prinzessin oder die weisse Jungfrau. Nachts zwischen elf und zwölf Uhr geht sie, von einem Hunde begleitet, im benachbarten Wald umher und tut zwar den Begegnenden nichts zuleide, erschreckt sie aber durch ihre, wie ihres Begleiters aussergewöhnliche Grösse, durch das Rauschen ihrer langen Kleider und den schweigsamen Ernst ihres Benehmens, wenn sie, bald auf einer Mauer stehend, den Vorübergehenden zuwinkt, bald heruntersteigend sich bei dem klaren Quellwasser die goldenen Haare kämmt. Einige Fronfastenkinder wollen sie auch schon anfangs nachts und morgens gesehen haben.»
Aesch
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.