Vo eim, wo verschwunden isch
E Famylie im Dorf het e Sohn gha, wo nit ganz bache gsi isch. Ame scheene Tag isch dä Jung eifach verschwunde und niene meh gsi. Zu der glyche Zyt het sy Vatter an der obere Scheenebuechstrooss, wo sälbmol no wenig Hyser gstande sind, uf sym Land ä prächtige Chirsbaum umgmacht. Kei Mensch het chenne begryfe, ass men e gsunde Baum so mir nyt dir nyt besytiget. No villne Johre isch an där Strooss baue worde. Und do isch dert, won emol dä Chirsbaum gstanden isch, e Skelett vire cho. Es isch e ganzi Völkerwanderig gsi, und d Lyt händ si an dä jung Ma erinneret, wo sälbmol verschwunden isch; aber me het nyt chenne bewyse.
Aesch
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.